Staatsverschuldung erreicht Rekordmarke
5. Mai 2006 von Michael Kaiser | Beitrag mailen | Beitrag drucken | Beitrag als PDF anzeigen |
Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) erreicht die “Deutsche Schuldenuhr” an der Berliner Zentrale des Bundes heute eine neue historische Marke. Danach wird in den frühen Morgenstunden der Schuldenstand von Bund, Ländern und Gemeinden die Grenze von 1,5 Billionen Euro überschreiten.
Dies ergibt einen Schuldenstand von rund 18.200 Euro öffentlicher Schulden pro deutschem Bundesbürger. Bei einem Wachstum von je Sekunde 2.113 Euro ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die nächste Rekordmarke fällt.
Da auch die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre nicht zur deutlichen Verringerung der Schulden geführt hat, fordert der Verband die Politik nun auf, endlich zu handeln und so die Finanzierungsspirale zu durchbrechen. Denn wer Schulden macht, muss auch Zinsen zahlen. “Der Staat muss heute fast jeden sechsten Euro, den er durch Steuern einnimmt, für Schuldzinsen ausgeben – der Bund sogar jeden fünften. Dieses Geld fehlt an anderen Stellen für wichtige Aufgaben des Staates”, mahnt BdSt-Präsident Däke.
Däke weiter: “Wir verbauen heute unseren Kindern die Zukunft und hinterlassen ihnen ein schweres Erbe. Damit wird unseren Kindern schon heute ein Stück weit das Recht genommen, in Zukunft über sich selbst zu bestimmen. Bei der Staatsverschuldung gilt: “Kinder haften für ihre Eltern!”
Der Bund der Steuerzahler fordert daher mittelfristig ein grundgesetzliches Kreditaufnahmeverbot.




