Niedrigere Einnahmen durch höhere Tabaksteuer
20. Juli 2006 von Michael Kaiser | Beitrag mailen | Beitrag drucken | Beitrag als PDF anzeigen |
Die staatlichen Einnahmen aus der Tabaksteuer gehen stetig zurück. Die erhöhten Abgaben auf Tabakprodukte scheinen dabei in der Weise Wirkung zu erzielen, dass nicht mehr mehr staatlichen Einnahmen erfolgen, sondern tatsächlich weniger Umsatz (in Deutschland) durch diese Produkte erzielt wird.
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat am Mittwoch in Wiesbaden mitgeteilt, dass im zweiten Quartal 2006 in Deutschland Tabakwaren im Verkaufswert von 5,6 Milliarden Euro versteuert wurden. Das waren 440 Millionen Euro oder 7,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Steuerwerte sanken dadurch um 2,7 Prozent auf insgesamt 3,5 Milliarden Euro.
Dabei wird auch seit dem 01.04.2006 nach einem Urteil des EuGH auf die sog. Stick-Zigaretten zur Selbstherstellung der normale Steuerzatz erhoben.
Letztlich ist ein entscheidender Grund für den Rückgang der Steuereinnahmen im Konsum von ausländischen oder geschmuggelten Schwarz-Zigaretten zu suchen.
Meldung im Handelsblatt



