Linke nimmt Verlustverrechnung bei Unternehmen unter der Lupe
18. November 2006 von Michael Kaiser | Beitrag mailen | Beitrag drucken | Beitrag als PDF anzeigen |
Die Höhe und Struktur der “überperiodischen Verlustverrechnung” bei Unternehmen nimmt die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (BT-Drucks. 16/3401) unter die Lupe. Im Hinblick auf die geplante Unternehmenssteuerreform heißt es, gerade Verlustrück- und -vorträge führten dazu, dass die Unternehmen ihre Steuerlast erheblich senken könnten, auch im Vergleich zu anderen Staaten, in denen der überperiodische Verlustausgleich restriktiver geregelt sei.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, die Möglichkeit dieses Verlustausgleichs über mehrere Veranlagungszeiträume hinweg zu rechtfertigen und zu sagen, ob es diese Möglichkeiten auch in anderen EU-Staaten, den USA, Kanada und Japan gibt.
Die Fraktion will Auskunft darüber, in welchem Umfang die Verlustvorträge durchschnittlich die Steuerbelastung der Unternehmen senken. Schließlich soll die Regierung sagen, wie sich der Gesamtwert der Verlustvorträge seit 1998, aufgeschlüsselt nach Rechtsformen der Unternehmen und einzelnen Wirtschaftsbereichen, entwickelt hat.



